Fränkische Braukultur Fränkische Feste Fränkische Kerwa Fränkische Keller Aktivitäten Braugruppen Biersorten Bierwissen BierLiteratur Bierlustig Museen Rund ums Bier Brauen und Zoll Junkersdorf Termine Flohmarkt Werden Sie Mitglied VFFB - Intern
Startseite Fränkische Feste Poculatorfest

Fränkische Feste


Annafest Bergkirchweih Kiliani Volksfest Korbmarkt Kreuzbergfest Kulmbacher Bierwoche Nürnberger Volksfest Michaeliskirchweih Ochsenfurter Bratwurstfest Poculatorfest Sandkerwa Schlappentag Walberlafest

Impressum Kontakt Links Partner

Poculatorfest in Fürth

Der Poculator ist ein Doppelbock-Starkbier und wurde 1884 zum ersten Mal von Johann Geismann gebraut. Unter Poculator versteht man auch die gleichnamigen Feste im Geismannsaal anläßlich der Ausschank des berühmtesten Fürther Bieres.


Der Geismannsaal,

Schauplatz zahlreicher Poculator-Anstiche



Poculator
ist ein Starkbier mit 18,4 Prozent Stammwürze und 7,2 Prozent Alkoholgehalt (helles Bier 11 % Würze, meist nicht mehr als 4,5 % Alkohol) und wird extra für dieses Fest hergestellt. Zwar nur ein einziger Kessel, aber der hat es in sich. Vor allem dunkle Malzsorten werden verwendet und im Zweimaischverfahren gebraut, erklärt Tucher-Braumeister Bernhard Wagemann gegenüber den Fuerther Nachrichten. Wie bei jedem anderen Bier werden Malz und Wasser in einen großen Kessel aufgeheizt, bei einer Temperatur von 50 Grad entnimmt der Brauer ein Drittel der Menge, kocht diesen Teil ordentlich auf und gibt ihn danach wieder zu der Menge zurück. Das ganze Spiel wird wiederholt, ehe die gesamte Masse langsam auf 72 Grad erhitzt wird, damit Enzyme die komplexen Zuckerstrukturen des Malzes soweit zersetzen können, damit die Hefe sie später in Alkohol umwandeln kann. Mit einer solchen “Sonderbehandlung” holt man wesentlich mehr Zucker aus dem Malz heraus und erhöht so die Stammwürze. Zum Vergleich: Ein normales Bier wird nur einmal erhitzt und vor allem nicht gleich zu Beginn des Brauens.
Auch der anschließende Kochvorgang dauert beim Poculator eine halbe Stunde länger als bei anderen Bieren, wodurch mehr Wasser verdampft und der Sud somit dickflüssiger wird. Nun kommt Hopfen in den Kessel, die “Brühe” wird gefiltert und auf ca. sechs Grad abgekühlt. Jetzt fügt man noch die Hefe zu und läßt das ganze sieben Tage im Gärkeller reifen, damit sich die Hefe vermehrt und so lange Zucker in Alkohol umwandelt, bis der Prozess von selber fast aufhört.
In den folgenden sechs Wochen gärt der Poculator noch nach und die Hefe setzt sich langsam am Grund des Gärbehälters ab. Dabei nehmen sie auch die letzten Schwebstoffe mit, so dass sich der Poculator quasi von selber reinigt. Ein normales Bier ist schon nach drei Wochen trinkfertig.
Leider ist der Genuss limitiert, denn nur 150 Hektoliter ergibt der eine Sud. Wenn's gar is, is Schluss. So war das beim Poculator schon immer und so soll es auch bleiben.
(Quelle: Fürther Nachrichten)