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Geschichte



Rehau ist eine kleine Stadt in nordöstlichen Oberfranken und hat lange Brautradition seit mindestens 1427. Diese drohte jedoch langsam in Vergessenheit zu geraten, denn die letzte im Ort produzierende Partei schloss in den 70er Jahren ihre Pforten. Dies haben im Jahr 2008 die zwei Rehauer Werner Kotschenreuther und Matthias Dietrich erkannt. Ein großes Problem hatten die beide jedoch: sie kannten einander nicht. Diesen Zustand änderte der Rehauer Bürgermeister Michael Abraham im Jahr 2009, der die beiden Rehauer zusammenbrachte.
Sofort wurden gleiche Interessen erkannt und ausgelotet und bei den vielen darauffolgenden Treffen wurden zahlreiche Ideen geschmiedet. Der Interessentenkreis der wuchs schnell auf 5 Personen an. In Zusammenarbeit mit 2 Studenten der Hochschule Hof entwickelte man im Rahmen einer Bachelorarbeit ein Konzept zur Gründung einer Gasthausbrauerei in Rehau. Nach eingehender Prüfung war man sich im Jahr 2011 schließlich einig, dieses Konzept zu verwerfen. Als zu gering wurden die Chancen - als zu groß die Risiken eingeschätzt.
Damit die dreijährige Ideenschmiede nicht umsonst war, beschlossen die mittlerweilen auf 8 Akteure angewachsenen Interessierten, einen Verein zur gründen. Am 10. Dezember 2011 wurde schliesslich der Verein Kommunbräu Rehau e.V. gegründet.
Bei einer Gründungsveranstaltung Anfang 2012 traten sofort 50 Mitglieder dem jungen Verein bei. Nun begab man sich auf die Suche nach einem eigenen "Vereinsheim". Unzählige Schuppen, Keller, Ställe und leerstehende Gebäude wurden von Vertretern des Vereins besichtigt. Alle ohne große Erfolgsaussichten.

Abermals war es Bürgermeister Michael Abraham, der die richtigen Leute zusammenbrachte. Er vereinbarte einen Besichtigungstermin mit Prof. Ludwig, dem Besitzer eines unscheinbaren Industriegebäudes in der Rehauer Innenstadt. Dieses entpuppte sich als letzte noch erhaltene Braustätte Rehaus - Ludwig selbst als Nachfahre eines Brauers mit "Leib uns Seele", Karl Ludwig.

Die "Ludwigsbrauerei" wurde im Jahr 1914 geschlossen. Seither wurde das Gebäude nur noch als Lager genutzt und wurde im Laufe der Zeit zur Industriebrache. Auch wenn keine Braugerätschaften aus der damaligen Zeit mehr vorhanden sind, so hat zumindest der oberirdische Eiskeller sowie die Gär- und Lagerräume die Zeiten überlebt. Bis dato war vielen Rehauern gar nicht bewusst, dass hinter dem schlichten Kubus sich einst eine Brauerei befand.

Auf der Mitgliederversammlung 2012 wurde von der Vorstandschaft ein ehrgeiziges Ziel verkündet: 100 Jahre nach der Schließung sollte die alte Ludwigsbrauerei vom Verein aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst werden und es sollte wieder Bier gebraut werden.

Viele Mitglieder haben daraufhin die Ärmel hochgekrempelt und fast alle Bautätigkeiten in Eigenleistung vollbracht. Seitens der Industrie - aber auch von zahlreichen Privatpersonen - wurde das Projekt auch finanziell unterstützt. Durch Zufall konnte man in der Zwischenzeit auch eine kleine Brauanlage erwerben.

Im Dezember 2014 wurde - 100 Jahre nach Schließung der Ludwigsbrauerei - der erst Sud im Sudhaus eingebraut.
Gleichwohl man das Kommunbräu-Bier kaufen kann, ist hier keine kommerzielle Brauerei im eigentlichen Sinne entstanden - vielmehr fördert der Verein mit den Erträgen die satzungsmäßigen Ziele: Brauchtum, Tradition, Heimat, Kunst, Kultur und Wissenschaft.
Geplant sind z.B. Ausstellungen, Braukurse, Biersommelierschulungen und andere Veranstaltungen rund um die handwerkliche Bierherstellung, um Rehauer Tradition und Heimatpflege.