Fränkische Braukultur Fränkische Feste Fränkische Kerwa Fränkische Keller Aktivitäten Braugruppen Biersorten Bierwissen BierLiteratur Bierlustig Museen Rund ums Bier Brauen und Zoll Junkersdorf Termine Flohmarkt Werden Sie Mitglied VFFB - Intern
Startseite Braugruppen Floriansbräu Herrieden

Braugruppen


Alzheimer Braukontor Feuerhofer Kellerbräu Floriansbräu Herrieden Guebes-Bräu Höchstadt Hausbrauerei Ross Kommunbräu Rehau Ladidel Vierbräu Zollhausbräu

Impressum Kontakt Links Partner

Floriansbräu Herrieden

Herrieden - wo liegt das eigentlich?
Die 8000 Einwohner zählende Stadt Herrieden liegt am Oberlauf der Altmühl im Mittelpunkt des Städtefünfecks Rothenburg ob der Tauber - Feuchtwangen - Dinkelsbühl - Gunzenhausen - Ansbach.
Verkehrsgünstig ist die Lage vor allem für Fahrradwanderer, denn Herrieden liegt direkt am Fernradweg Tauber - Altmühl, etwa in der Mitte zwischen Rothenburg o. d. T und Gunzenhausen am Altmühlsee.
Herrieden hat eine schöne Altstadt, umgeben von einer weitgehend erhaltenen Stadtmauer, mit einem gewaltigen, versteckt gelegenen Stadtschloss, das von 1658 bis 1999 als Brauerei genutzt wurde.
Die Gründung Herriedens fällt auf das Jahr 783. Das muss so sein, denn 2008 ist das Jahr der 1225 Jahr Feier. Weitere Infos unter: www.herrieden.de

Über die Herrieder Braugruppe
Herrieden hat 5 Kirchen - aber leider seit 1999 keine einzige Brauerei mehr, wenn man von einigen Hobbybrauern absieht. Schade, dass das Brauhaus seine Produktion einstellen musste.
Mindestends drei Sudstätten von Hobbybrauern sind inzwischen in Herrieden bekannt und eine davon ist die Floriansbräu, welche sich in diesem Artikel vorstellt.
Die Braugruppe ist vor etwa 10 Jahren aus einigen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr entstanden. Es sind meistens die gleichen vier versammelt, wenn einmal wieder der Ruf "gut Sud" erschallt. Bernhard Fichtner, Hermann Grometer, Hans Kronberger und Gerhard Bauer (VFFB).
Natürlich kommen immer wieder mal neugierige Topfgucker vorbei, wenn sich herumspricht, dass ein neuer Sud gebraut wird.
Und bei der Verkostung hilft die gesamte übrige Feuerwehr mit, alles anerkannte Fachleute was das (Durst)-Löschen angehtJ.
Gebraut wird etwa zwei- bis 3- mal im Jahr, vornehmlich in der kalten Jahreszeit. Die Braustätte liegt im Hinterhof des Feuerwehrhauses, wo sich ein Brautag vom Samstagnachmittag bis in die frühen Sonntagmorgenstunden hinein zieht.

Die Brau - Utensilien
Unser Equipment ist denkbar einfach. Als Sudkessel dient ein 70 Liter fassender Edelstahltopf und ein dazu passender Hockerkocher mit 7,5kW Heizleistung.
Für das Bierbrauen ist das ideal, denn die Temperaturregulierung ist sehr einfach, doch für das im Juni 2008 anstehende mittelalterliche Schaubrauen war eine Gasflasche nicht geeignet. Sie passte nicht ins mittelalterliche Ambiente.
Also wurde ein alter Waschkessel gesucht und gefunden. Dieser kam in ein Gestell mit einem Ring als Halterung. So kann man den kompletten Sud von der Feuerstelle wegtragen.
Als Läuterbottich diente ein Müllkübel. Der Läuterboden bestand aus einem Fliegengitter.
Das muskelbetriebene Rührwerk besteht aus einem Paddel vom Feuerwehr-Boot. Es hat die ideale Größe und liegt gut in der Hand.

Galerie



Das mittelalterliche Schaubrauen 7.&8.Juni 2008
Das 1225-jährige Herrieder Stadtjubiläum wurde mit einem großartigen Mittelalter Fest gefeiert. Neben professionellen mittelalterlichen Gruppen waren alle Vereine zu Aktivitäten aufgerufen. Und mit dabei natürlich die Brauer vom "Floriansbräu Herrieden" mit einem Stand
Nun musste der alte Waschkessel seine Tauglichkeit beweisen. Bei der "Generalprobe" im März zeigte sich, dass die offene Flamme nicht effektiv heizt, und das Feuer ummauert werden musste.
Am Samstag stand beim Schaubrauen dunkles Kellerbier auf dem Programm. Trotz eines heftigen Platzregens kam der Sud auf 13% Stammwürze.
Am Sonntag darauf wurde Kupfertrunk eingebraut. Das Ergebnis: stattliche 15% Stammwürze.
Viele Interessenten haben in den beiden Tagen einen Blick in den Sudkessel riskiert und so mancher wollte sofort mal probieren.
Immer und immer wieder musste man erklären, warum das nicht geht und wie lange Bier reifen muss. Die Meisten waren einsichtig und als es dann am Stand gegenüber "fertiges" Bier gab, waren auch diese zufriedengestellt.

Es gab aber auch zahlreiche "ernsthaft" am Brauvorgang interessierte Besucher, die sich auf VFFB - Schautafeln informierten und Fragen über z.B. Beschaffung der Zutaten stellten.
Insgesamt ein gelungenes, wenn auch anstrengendes Wochenende.
Autor: Gerhard Bauer

Galerie