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Der Zoigl ist ein untergäriges Bier, das nach althergebrachter Weise gebraut wird. In der offenen Sudpfanne über einem Holzfeuer wird die Maische - ein Gemisch aus Wasser und Gerstenmalz - zuerst gekocht, dann gehopft und so als „Würze“ noch einmal erhitzt. Dieser Sud kommt nun in große Behälter in den Keller des brauenden Bürgers, wo die Hefe Ihre Arbeit verrichtet. Nach etwa 10 Tagen Gärungszeit wird das Zoiglbier in Fässer abgefüllt, in denen es noch mehrere Wochen ausreifen muss.
Obwohl immer das gleiche Brauverfahren angewendet wird, schmeckt jeder Zoigl anders, denn jeder Brauer hat sein eigenes Rezept, nach dem das Verhältnis der Zutaten bestimmt wird. Doch sogar bei ein- und demselben Zoiglwirt kann es von mal zu mal Unterschiede geben.
Gebraut wird der Zoigl in den Kommunbrauhäusern Neuhaus, Windischeschenbach, Mitterteich, Falkenberg und Eslarn, welche von den „Brauenden Bürgern“ finanziert und erhalten werden. Dafür muss jedes Mitglied in diesem vereinsähnlichen Zusammenschluss das sog. „Kesselgeld“, eine Art Mitgliedsbeitrag, zahlen.
Das Zoiglbraurecht in Windischeschenbach geht bis auf das Jahr 1455 zurück, dass Neuhauser hingegen geht bereits bis in das Jahr 1415. Mitterteich erhielt das Braurecht 1516, Falkenberg 1467.
Mit der Verleihung des Braurechts erhielten alle Hausbesitzer des Ortes das Recht, selbst Bier zu brauen und auszuschenken. Das Braurecht bleibt stets fest mit Haus und Grundstück verbunden. Um brauen und schenken zu dürfen, muss auch heute noch das Braurecht im Grundbuch eingetragen sein.
Quelle: www.echte-kommunbrauer.de