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Starkbierzeit

Wenn der Fasching vorbei ist und man den Aschermittwoch überlebt hat, glauben viele, es sollte ruhiger zugehen. Doch in Bayern ist allesanders: Hier fängt 14 Tage später die Starkbierzeit an. Die Tradition wird heute noch gepflegt, wie schon im Mittelalter.

Besonders streng wurde in den Klöstern gefastet. Und so gelten die bayerischen Mönche als Erfinder des Starkbieres. Sie hatten in der kargen Fastenzeit versucht, die eingeschränkte Nahrungsaufnahme durch dementsprechend gehaltvollere Getränke auszugleichen - Flüssiges war ihnen in jeder Menge erlaubt. Und so brauten sie das Starkbier, welches nicht nur einen erhöhten Alkoholwert hat, sondern auch wesentlich mehr Kalorien enthält.

Rasch breitete sich das Gebräu auch außerhalb der Klostermauern aus und fand den Weg in die zahlreichen Wirtshäuser. Dort wurde es gerne konsumiert und es entstand die traditionelle Starkbierzeit. Noch heute finden in den Brauereien während der ganzen Saison zahlreiche Feste statt.

Alljährlich beschließen die großen Münchner Brauereien den Beginn der Starkbierzeit. Das ist stets ein Samstag im März, denn der Josefi-Tag (19. März) sollte in diese zweiwöchige Starkbier-Periode fallen.