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Steinbier


Steinbier zählt zu den besonderen Bierspezialitäten. Wie viele andere Biere auch ist das Steinbier ein obergäriges Bier und deshalb steigt am Ende der Gärung die Hefe an die Oberfläche.

Herstellung
Das Brauen mit heißen, glühenden Steinen ist so alt, wie das Bier selbst. Die indirekte Kochung war in Ermangelung von festen Metallgefäßen die einzige Möglichkeit, große Flüssigkeitsmengen zu erhitzen. Dazu wird in der Erde ein Loch ausgehoben und mit Steinen gefaßt, das sogenannte Grummettl, in dem Hölzer entzündet werden. Diese Glut erhitzt die hineingegebenen Grauwackesteine auf ca. 900 bis 1000°C, welche anschließend mit Zangen in die Bierwürze transportiert werden und diese zum Kochen bringen. Unter dieser großen Hitze öffnen sich Poren in der Oberfläche der Steine, in denen Malzzucker karamellisiert. Das mit Hefe versetzte Jungbier wird in die Lagertanks zusammen mit den erkalteten und mit hochmolekularem Malzzucker angereicherten Grauwackesteinen eingebracht, was zu einer explosionsartigen Nachgärung führt. Hierdurch erhält das Steinbier einen feinrauchigen Geschmack und erfährt eine würzige, urtümliche Note.

Steinbier ist besonders in Baden-Württemberg und Franken vertreten und war bis ins frühe 20. Jahrhundert in Kärnten vorherrschend.