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Seit einigen Jahren sinkt der Bierabsatz in Deutschland. Immer weniger Bundesbürger trinken Bier und immer mehr trinken weniger Bier. Dennoch liegen die Deutschen weltweit an der Spitze des Bierkonsums. Grund dafür ist nicht nur die herausragende Qualität der deutschen Biere sondern auch deren Vielfalt, die nahezu für jeden Geschmack und für alle Ansprüche das richtige Bier bereithält.
Niemand weiß, wie viele Bierspezialitäten allein in Deutschland gebraut und getrunken werden. Und dabei ist es schon nicht einfach, den Begriff zu definieren. So ist sicherlich ein Alt in Düsseldorf sowie am Niederrhein das typische regionale Konsumbier, in Oberammergau eine Spezialität. Ebenso wie ein Münchner Weizenbier, am Isarstrand ein Ganzjahresgetränk, an der Waterkant als Exote gilt. Doch von den echten Bierspezialitäten gibt es hunderte, einige davon sollen hier in alphabetischer Folge näher betrachtet werden.

Die Vielfalt der deutschen Bierlandschaft ist einzigartig auf der Welt. Nicht nur dass es in Deutschland weitaus die meisten Brauereien gibt, sondern vor allem auch in der Biertradition. Man denke allein an die vielen kleinen Regional- und Hausbrauereien in Bayern. In der Kenntnis und Erfahrung, dass das frischeste Bier (neben dem Freibier) das beste Bier ist, liegt die Überlebenschance der kleinen Traditionsbrauer. Aber auch Neuentwicklungen und Renaissancen wie alkoholfreie Biere, Diätbiere, Roggen- und Dinkelbiere, Dry- und Eisbiere bereichern unser Spektrum. Für den Laien und selbst für den Bierkenner ist es nicht mehr ganz einfach, sich in diesem Angebot zurechtzufinden.

Biere werden nach unterschiedlichen Kriterien klassifiziert:
Aus steuer- und lebensmittelrechtlichen Erwägungen heraus gliedert der Gesetzgeber die Biere in unterschiedliche Gruppen auf. In der Regel wird dabei entweder der Alkoholgehalt oder der Stammwürzegehalt zur Beurteilung herangezogen.

Der Stammwürzegehalt gibt an, wie viel vergärbarer Extrakt in der Würze enthalten ist. Dieser Wert wird in Gewicht oder Gewichtsprozent angegeben. Das heißt, dass ein Bier mit 12% Stammwürze 120 Gramm Extrakt in 1000 Gramm Flüssigkeit enthält . Als Faustregel kann man sagen, dass die Stammwürzeangabe durch 3 geteilt den Alkoholgehalt ergibt, da der Extrakt bei der Gärung etwa in gleichen Teilen zu Kohlendioxid, Alkohol und unvergärbaren Stoffen abgebaut wird.

Biergattungen

Biergattungen sind die in Deutschland verwendete gültige steuerrechtliche Untergliederung, die nur am Stammwürzegehalt festgemacht wird.

Bierarten

Folgende Bierarten basieren auf einer Gliederung, die auf die Art der verwendeten Hefe abzielt.
Dabei unterscheidet man:

Obergärige Biere, bei denen die Hefe nach dem Brauvorgang oben auf dem Bier verbleibt. Dies sind relativ einfache, unkomplizierte Biere. Die Gärung verläuft sehr schnell, das Bier hält sich nicht lange und muss rasch verbraucht werden. Dies ist die ursprüngliche Herstellungsform.

Untergärige Biere, bei denen die Hefe nach dem Gärungsprozess auf den Boden des Gärtanks absinkt. Dies sind gewissermaßen die "ausgebauten" Biere, die eine gewisse Reifezeit benötigen, aber auch länger haltbar sind als die obergärigen. Diese Herstellung benötigt Kühlung, ist also ganzjährig erst seit der Erfindung der Kältemaschine möglich.

Spontangärige Biere, bei denen keine Hefe zugesetzt wird, sondern frei in der Luft fliegende Hefesporen in den offenen Gärbottich gelangen und die Gärung anregen. Dies ist die älteste Art die Würze zur Gärung zu bringen und stammt noch aus der Zeit, als der Hefepilz den Menschen noch unbekannt war.

Ungespundete Biere, bezeichnet Biere, bei denen das sogenannte Spundloch, dies ist eine Öffnung an der Oberseite des Lagerfasses, offen gelassen wird. Da die Lagerfässer früher ausschließlich aus Holz waren und sich bei der Lagerung mit der Zeit immer mehr Kohlensäure bildete, wäre das Fass, hätte man es mit einem Holzzapfen verschlossen, irgendwann geborsten. Deshalb war man gezwungen, den sogenannten Spund frühzeitig zu entfernen, wodurch kein Überdruck an Kohlensäure im Fass entstand, weshalb dann auch der Kohlensäuregehalt des Bieres geringer war.

Die Lebenserwartung eines frisch gezapften Bieres

ist meist recht kurz