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Aktivitäten


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25. März: Bierexcursion 2017

Die achte Bierexcursion führte uns am 25. März 2017 in die Hallertau. Vier Stopps waren vorgesehen.
um kurz vor acht Uhr traf man sich in in Erlangen am Busparkplatz. Unsere wunderbare Organisatorin Sabine hatte alles im Griff, und so fuhr der Bus beinahe pünktlich auf die Minute los.

Unser erster Halt wurde planmäßig erreicht, um kurz nach zehn Uhr der Hopfenhof in Attenhofen. Hier hieß uns die Hopfenbotschafterin, Biersommeliere und Frohnatur Elisabeth Stieglmaier auf ihrem Hofe willkommen. Es gab allerlei interessantes über den Hopfen, das Leben am Hof und die Freuden und Sorgen des Hopfenanbaus der jüngeren Zeit zu erfahren. In der Dorfkirche St. Nikolaus gab es eine Lektion über die Geschichte der Welt, der Dorfkirche, des Bieres und der Bedeutung des Hopfens für die Region. Um das eben Erfahrene zu vertiefen ging es anschließend gleich raus ins nahegelegene Feld.

Hier erwartete uns ein Frühstücksmahl der besonderen Art: rund ums Thema des Tages.
Zu einer Kostprobe Bier, welches unter reichlicher Zugabe von Bavaria Mandarin gebraut und gelagert wurde, gesellten sich "Hopfenschuxen", ein regionales Schmalzgebäck. Und die Krönung des Ganzen waren der ganz frisch am Morgen geernteten Hopfenspargel. Das sind die jungen Sprosse der gerade austreibenden Pflanzen. Die sind natürlich viel dünner als wirklicher Spargel und erinnern von Geschmack und Konsistenz an Radieschen, Bohnensprossen und Erbsenschoten. Sehr lecker!
Auch hier gab es viel neues zu lernen, dass der Hopfen immer rechts herum rankt (Sogar in Australien!), das die Hopfenpflanze den Hopfenbauern jeden Tag sehen will, das die Hallertau das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt ist, wie der Draht im Boden und oben am Gestell festgemacht ist und warum wild wachsender Hopfen nicht geduldet wird, ganz besonders der männliche.

Damit gings zurück zum Hopfenstadel, wo wir uns erstmal an einem Hopfetee stärken durften. Unerwarteterweise war das kein Bier, sondern wirklich Tee, und es war tatsächlich nichts anderes drin als Hopfen. Herkules machte seinem Namen alle Ehre und bescherte uns ein selten bitteres Geschmackserlebnis. Die Meinungen waren gemischt.
Im Stadl gab es weiteres über den Hopfenanbau und die Ernte zu erfahren, und wir wissen jetzt alle, warum manche der großen Packungen ein Loch haben...
Das Mittagsmahl rief uns, es gab eine Hochzeitssuppe mit Nudeln, zum Hauptgang Schweinebraten, Kraut und Kartoffelsalat mit Gurke. Als Nachtisch überraschte uns eine Bierverkostung mit Schokolade.
Zum Abschluß sagen wir gemeinsam das Holledauer Heimatlied, bleibt zu hoffen, das die Heimat uns unserer inbrünstigen aber nicht immer gut getroffenen Töne nachsichtig ist.

Ein wenig zu spät brachen wir nach Mainburg zur Zieglerbräu auf. Eine kleine Ortsbrauerei, die letzte von ehemans sechsen, sich bis heute gehalten hat. Die Führung durch den Braumeister und Mitinhaber Herrn Randeltshofer war wegen unserer Verspätung leider viel, viel zu kurz. Er ist so enagagiert und mit viel Herzblut dabei, und braut einen derartig süffigen, gefährlichen hellen Bock, das man da gar nicht mehr wegmöchte ... In der der Brauerei anghängten, urgemütlichen Wirtschaft scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, am Ende gabs noch einen Kasten Bier für die Weiterreise ...

Der Bierkasten wandert durch den Bus und der Bus fährt in Richtung Riedenburg.
Hier sind wir im Brauhaus Riedenburg angemeldet. Nachdem die Riedenburger Brauerei für lange Zeit mit nur einer einzigen Sorte, dem Riedenburger Weizen nahe dem Ruin stand, traf der heutige Seniorchef, Herrn Krieger vor vielen Jahren einige damals mutige Entscheidung. Die Palette wurde auf mehr Sorten erweitert, und das Ziel war eine ökologische Brauphilosphie. Heute gibt es ein tolles Spektrum an Sorten jenseits der Fernsehbiere, unter anderem mit Emmer, Dinkel, Hirse und Einkorn. Und den Klassiker, das Riedenburger Weizen gibt es nach wie vor. Mittlerweile führt der Sohn das Brauhaus, wünschen wir ihm allzeit guten Sud für die Zukunft.

So neigt sich der Tag schon dem Ende, und nach der Einkehr zum Abendessen in Beilngries ging es zurück nach Hause, und so kamen wir nach einem langen Tag mit reichlich Bier, Wissen und vielen Erlebnissen des Nachts in Erlangen an.