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Unser Vereins-Ausflug 2010

führte uns dieses Jahr zum Kuchlbauer, dem Weissbierbrauer aus Abensberg.
In einem komfortablen Reisebus ging die Fahrt am 17. April von Erlangen, über Nürnberg, Ingolstadt in das niederbayerische Abensberg. Die Hinfahrt verlief völlig reibungslos, trotzdem musste ein Boxenstopp eingelegt werden. Ein passender Rastplatz war schnell gefunden. Es sollte der alte Bahnhof von Beilngries sein. Aber was war geschehen?

Ganz einfach – den Brauern knurrte der Magen! Aber damit hatte unser Vereinskoch und Verpflegungswart, schon gerechnet.
In kürzester Zeit baute er eine deftige Brotzeitplatte auf, mit div. Schinken, versch. Wurst- und Käsespezialitäten dazu kräftiges Bauernbrot und zum Nachtisch ein letztes Aufgebot an Ostereiern – zufriedene Gesichter war der Lohn: Max Du bist der Größte!

Boxenstop


Brauereibesichtigung beim Kuchlbauer

Was wir erlebten war eine Brauereibesichtigung der besonderen Art, ein Rundgang zu den Sudkesseln, den Hefe- Gär- und Lagerbehältern und landeten schließlich im Weißbierhimmel. Wir waren in der Welt der Weißbierzwerge angekommen, die da heißen Zwergbauer, Wohlgeschmack, Nasefein, Kerngesund und Sigmund Glück. Sie erzählten uns in blumigen Reimen bereitwillig alles aus ihrem Leben und ihrem Alltag. Der eindrucksvoll geschmückte und ausgemalte Weg führte uns schließlich zu Da Vincis "Abendmahl" in dem der Hobbyforscher Salleck versuchte die versteckten Symbole zu entschlüsseln. Antworten auf diese Fragen gibt er in seinem Buch "Der Schlüssel: Geheime Botschaften in Leonardo da Vincis Abendmahl".

Es war ein langer, kurzweiliger Weg auf dem man sich aber trotzdem nicht verlaufen konnte. Man musste einfach nur der Kunstspur folgen.

Brauereibesichtigung

Hundertwasserturm

Nun wäre eine Brauereibesichtigung an sich nicht weiter spektakulär gewesen, wenn wir am Schluss der Besichtigung nicht ein oder besser gesagt, das Highlight von Abensberg bestaunen durften.

Es war und ist der 35 Meter hohe Hundertwasserturm, ein Fantasiegebäude wie aus "1001 Nacht und gleichzeitig eines der letzten Projekte des verstorbenen Künstlers Friedensreich Hundertwasser.

Der feinsinnige Brauereichef Leonhard Salleck, ein begeisterter Kunstliebhaber erfüllte sich mit dem neuen Abensberger Wahrzeichen einen Traum.

Auf uns wartete ein Gebäude, das so wirkt, als wäre es tatsächlich frisch einem Hundertwasser-Bild entsprungen. Anklänge an ein fantasievoll gemaltes, großes Weizenglas mit einer goldenen Tulpe oben drauf sind durchaus zu erkennen.

Oben thront eine vergoldete Kuppel, unten sind selbst die Toiletten im Hundertwasser-Stil gekachelt. Im Turm bewunderten wir eine Weißbierglas-Sammlung mit 4200 verschiedenen Gläsern. Das ganze Bauwerk ist mit zahlreichen aufwendigen Keramikarbeiten künstlerisch gestaltet.

Turmbesichtigung

Weißbierprobe

Danach ging's zur obligatorischen Weißbierprobe im Innenhof der Brauerei, die sich keiner unserer Hobbybrauer entgehen ließ. Bei Bier und Brezen und herrlichem Wetter kam so richtig gute Stimmung auf, richtige Einstimmung für unsere nächste Station.



Blauer Ochse Riedenburg

Gegen 14 Uhr ging es nach Riedenburg zur Fa."Rieduklin". Seniorchef Beck, selbst Hobbybrauer, lud uns zu einer Bierverkostung in seinem "Bierzimmer" ein. Wir durften sein hervorragendes selbstgebrautes Bier in einem schön und gemütlich ausgeschmückten Raum genießen. Wir waren in einem kleinen Brauereimuseum gelandet, in einer anderen Welt. Stolz führte uns der Hausherr in seine kleine Brauerei, in der wir die Sudkessel eines 5hl Sudwerkes anschauen konnten. Das bier schmeckte hervorragend und alle hatten großen Spaß dabei!


Brauerei Riemhofer

Unser nächstes Ziel liegt ebenfalls in Riedenburg: Wir besichtigten die Brauerei Riemhofer, eine traditionsreiche, mittelständische Brauerei im Altmühltal. Hier wird das Bierbrauen immer noch als eine hohe handwerkliche Kunst gehalten und das jetzt schon in der 6. Generation durch Friedrich den Dritten, alias Friedrich Riemhofer. Stolz zeigte er uns beim Rundgang durch seine Brauerei die Abfüllerei, die Sudkessel und seine modernen Gär- und Lagerbehälter.

Langsam begannen wir zu frösteln, ob es an der Außentemperatur oder an unseren leeren Mägen lag, konnte man nur vermuten. Drum folgten wir der Empfehlung des Brauers uns doch im Gasthof zum Schwan zu stärken, was wir dann auch taten.

Alles hat einmal ein Ende . . . und so fanden sich die müden Brauer im Bus ein, um die Rückreise nach Erlangen anzutreten. Walter zählte die Köpfe seiner Lieben und einer fehlte! Trotz mehrmaligen Nachzählens wurden es nicht mehr. Schnell stellte sich heraus, dass es einem der Hobbybrauer in Riedenburg so gut gefallen hat, dass er partout nicht nach Hause fahren wollte. (Kamma nix mach'n)


(Anm. d. Red.)
Der verlorene Sohn wurde tags darauf von den Riedenburger Hobbybrauer persönlich nach Hause gefahren und in Möhrendorf abgegeben. Wir sind alle sehr erleichtert – unser Verein ist nun wieder komplett.
©Peter Ross

Fotos: Sabine Ismaier ==>www.erlanger-fotos.de